Da Costa, Alexandrina Maria

Da Costa, Alexandrina Maria (*30.03.1904 Balasar, Provinz Oporto, Erzdiözese Braga, Portugal; †13.10.1955 ebd.), Mystikerin, selig (25. April 2004, Fest: 13. Oktober).
Als 1918 drei Männer in ihren Arbeitsraum eindrangen, sprang D. zur Flucht vor ihrer Zudringlichkeit  aus dem Fenster. Bei dem 4-Meter-Sturz zog sie sich eine Wirbelsäulenverletzung zu. Die daraus folgende Wirbelsäulenentzündung führte zu Lähmungserscheinungen, sodass sie vom 14. April 1925 an völlig gelähmt ans Bett gebunden war. Bis 1928 bat sie um Heilung, ergab sich dann aber ganz dem göttlichen Willen und lebte in völliger Einheit mit Jesus im Tabernakel. 1934 vernahm D. die Einladung Jesu: „Gib mir deine Hände, ich werde sie kreuzigen; gib mir deine Füße, ich werde sie annageln; gib mir dein Herz, ich werde es mit einer Lanze durchbohren, wie sie das meine durchbohrt haben.“  1936 erhielt sie von Jesus den Auftrag, den Papst zur Weihe der Welt an das Unbefleckte Herz Mariä einzuladen. Die Weihe erfolgte am 31. Oktober 1942 durch Papst Pius XII.
Vom 3. Oktober 1938 bis zum 24. März 1942 erlebte sie jeden Freitag  von 12 bis 15 Uhr das Leiden Christi, wobei sie vom Bett aufstand, um dem Kreuzweg zu folgen. Von 1941 an schrieb D. ihre Visionen auf und ab dem 27.03.1942 lebte sie ohne Nahrung. Die > Nahrungslosigkeit wurde 1943 in der Klinik von Foz de Douros bei Oporto einer strengen ärztlichen Kontrolle unterzogen. 1944 schloss sie sich der Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter an. In ihrem Zimmer empfing sie, stets ein Lächeln auf den Lippen, viele Menschen und hinterließ dabei einen großen Eindruck. An 7. Januar 1955 wurde ihr für dasselbe Jahr der Tod vorausgesagt. Sie starb am 13. Oktober, dem Tag der letzten Marienerscheinung in Fatima.
Am 25. April 2004 wurde D. von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

Lit.: Pinho, Marian SJ: A. M. da Costa. Ein Sühnopfer der Eucharistie. Aschaffenburg: Pattloch; Stein/Rh.: Christiana, 21977. Resch, Andreas: I Beati di Giovanni Paolo II. Vol V: 2001–2004. Città del Vaticano: Libreria Editrice Vaticana, 2006; ders.: Die Seligen Johannes Pauls II. 2001–2004. Innsbruck: Resch, 2015 (Selige und Heilige Johannes Pauls II.; 6).


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 4