Cyriacus

Cyriacus von Rom, auch Quiriacus, Quiricius († um 309), heilig (Fest: 8. August), Märtyrer.
C. wird in der Depositio martyrum des Chronographen von 354 mit einer Gruppe von 5 Gefährten erwähnt.
Er gehört zu den Vierzehn Nothelfern und wird bei >
Besessenheit, bei > Anfechtungen des Bösen, bei schweren Arbeiten und als Beistand in der Sterbestunde angerufen. In der Kunst wird er als Diakon mit einem gefesselten > Drachen oder dem > Teufel unter den Füßen dargestellt. Eine der ältesten Darstellungen des C. findet sich auf einem Fresko in S. Prassede zu Rom (9. Jh.). Berühmt ist zudem eine Skulptur von Tilmann Riemenschneider im Landesmuseum zu Hannover aus dem Jahre 1510.

Lit.: LThK3, Bd. II, Sp. 1367–1368; MartHieron 189f; Schauerte, R.: St. Cyriacus im westf. Raum. Rheinisch-Westf. Zeitschrift für Volkskunde 11 (1964), 64–73; Lexikon der Heiligen und der Heiligenverehrung. Freiburg i. Br. u.a.: Herder, 2003.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3