Couteaut, Alice

Couteaut, Alice, 58. Wunderheilung von > Lourdes.
C. wurde am 1.12.1917 in Gourdon, Frankreich, geboren und am 15. Mai 1952 im 35. Lebensjahr in Lourdes von Multipler Sklerose geheilt.
In der zweiten Jahreshälfte von 1949 zeigte C. mit 32 Jahren eine Reihe neurologischer Störungen. Die Ärzte diagnostizierten eine Multiple Sklerose, die sich zusehends verschlechterte. Anfang 1952 kamen noch Störungen der Schließmuskeln im Unterleib und eine besorgniserregende Abmagerung hinzu. In dieser Hoffnungslosigkeit fasste sie trotz ihres prekären Zustandes plötz­lich den Entschluss, im Mai 1952 mit dem Pilgerzug nach Lourdes zu fahren, wo sie am 12. des Monats eintraf. An den ersten Tagen konnte sie den Feiern der Pilgerfahrt nur mit großer Mühe folgen. Am 15. Mai 1952 wurde sie morgens zu den Bädern geführt. Während des Bades verspürte sie eine starke Verän­derung. Doch erst nach der Sakramentsprozession am Nachmittag konnte sie wieder normal sprechen und ohne Hilfe gehen.
Am folgenden Tag geleitete man Alice zum Ärztebüro, wo eine eingehen­de neurologische Untersuchung durchgeführt wurde. Sie war völlig gesund, und die Ärzte staunten über diese unerwartete Besserung. Um ein endgültiges Urteil abgeben zu können, wurde Alice für die kommenden Jahre zu weiteren Untersuchungen eingeladen. Die letzte Kontrolle erfolgte am 19. August 1955 und diente als Grundlage für den Bericht an die Versammlung des Internationalen Medizinischen Komitees im März 1956, in dem konstatiert wurde, dass Alice C. seit dem 16. Mai 1952 gesund war. Diese Feststellung wurde von einer beachtlichen Mehrheit unterschrieben und an den Bischof von Poitiers weitergeleitet.
Am 16. Juli 1956 wurde die Heilung von C. nach positiver Be­urteilung seitens der kanonischen Kommission durch Weihbischof Henri Vion von Poitiers als Wunder anerkannt.

Lit.: Resch, Andreas: Die Wunder von Lourdes. Innsbruck: Resch, 22015 (Reihe R; 5).

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   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3