Cousins, Norman

Cousins, Norman (* 24.06.1915 Union City, New Jersey; † 30.11.1990 Los Angeles), Wissenschaftsjournalist, Autor und Friedensaktivist, Lachpionier.
C. erkrankte im August 1964 an einer Spondylarthritis mit schlechter Prognose. Binnen kurzem wurden die Schmerzen so stark, dass er nicht mehr schlafen konnte. Die Überlebenschance wurde mit 1:500 angegeben. Als Medizinjournalist wusste er jedoch, dass sich Stress und depressive Stimmung auf das innersekretorische System des Menschen negativ auswirken. Also kam ihm die Idee, dass sich eine fröhliche Stimmung positiv niederschlagen müsste. Er verließ das Krankenhaus und nahm ein Hotelzimmer. Dabei stellte er fest, dass Lachen den Schmerz linderte und den Schlaf förderte. Durch Lachen kam es zu einer signifikanten Abnahme der sogenannten Sedimentationsrate. Nach etlichen Monaten „Lachtherapie“ war er so weit genesen, dass er seinen Beruf wieder aufnehmen konnte.
Einige, die ihn ernst nahmen, untersuchten die heilende Wirkung des Lachens. Sie fanden heraus, dass Lachen die Bildung von Antikörpern in den oberen Atemwegen anregt und die Aktivität der Lymphozyten und natürlichen „Killerzellen“ steigert, die Viren und Tumoren bekämpfen.
C. wechselte den Beruf und nahm einen Lehrauftrag an der Medizinischen Fakultät der Universität von Kalifornien an, wo er den jungen Ärzten beibringen sollte, wie wichtig Glaube, Vertrauen, Selbstbestimmung und positive Energien für die Heilung sind.
Seine Heilung löste eine wahre Forschungswelle aus und die heutigen Gelotologen (Lachforscher) wissen, dass Lachen bestimmte körpereigene Hormone, die sog. Katecholamine Adrenalin und Noradrenalin in den Blutkreislauf ausschüttet und dadurch eine wirksame Entzündungshemmung hervorruft. 

Lit.: Cousins, Norman: Der Arzt in uns selbst. Anatomie einer Krankheit aus der Sicht der Betroffenen. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt, 1981; Birkenbihl, Vera F.: Humor in unserem Leben [Tonträger]: gehirn-gerechte Einführung in die Gelotologie (Wissenschaft vom Gelächter). Offenbach: GABAL, 2003.

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   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3