Copia

Copia (lat., „Fülle“), Göttin des Reichtums und des Überflusses. Als Personifikation der Fülle wird sie mit einem reichlich gefüllten Horn, dem Füllhorn (Plaut. Pseud. 671, > Amalthea), dargestellt.
Nach Albricus (Liber Ymaginum Deorum, c. 22) und Ovid (met. 9, 85-88) erhielt C. das von > Najaden mit Früchten und Blumen gefüllte Horn, das Herkules dem Archelaos abgebrochen hatte. Später wurde C. der > Abundantia gleichgestellt und von > Fortuna, der Schicksals- und Glücksgöttin, verdrängt.

Lit.: Wyss, Wilhelm von: Die Sprichwörter bei den römischen Komikern. Zürich: F. Schultess, 1889; Wissowa, Georg: Religion und Kultus der Römer. München: Beck, 1902; Die Geste des Sammelns. Stuttgart: T. Schloz, 2000.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3