Coover, John Edgar

Coover, John Edgar (*16.03.1872 Remington, Indiana; †19.02.1938 Stanford University, Kalifornien), amerikanischer Psychologe und Pionier der parapsychologischen Forschung.
C. promovierte an der Stanford Universität in Psychologie und blieb dort, bis er 1937 als Professor emeritiert wurde. Er war einer der Ersten, der in der ASW-Forschung mit Karten experimentierte. Bereits 1912 begann er mit 40 Spielkarten statistische Untersuchungen der >
Außersinnlichen Wahrnehmung vorzunehmen, die er dann auf 10.000 Experimente mit 97 Agenten und 105 Perzipienten ausdehnte. Die positive Abweichung von 44 von der Zufallserwartung, also 294 statt des Erwartungswertes von 250 Treffern, hielt er selbst nicht für aussagekräftig, wenngleich sie als signifikant zu bezeichnen ist. Der Druck der feindlichen Haltung der Psychologie von damals solchen Untersuchungen gegenüber dürfte hier Wirkung gezeigt haben. Trotzdem hatten seine Untersuchungen großen Einfluss auf die parapsychologische Arbeit in den kommenden Jahren, dies auch deshalb, weil seine Skepsis die Ansicht widerlegte, dass man nur daran glauben müsse, um positive Ergebnisse zu erzielen.  
1914 veröffentlichte er seine Untersuchungen unter dem Titel Thought transference in den Proceedings of the Society for Psychical Research.

Lit.: Coover, John Edgar: Experiments in psychical research at Leland Stanford Junior University. Stanford University, Calif., 1917.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3