Coniunctio oppositorum

Coniunctio oppositorum (lat. coniunctio, Verbindung, Konjunktion; opposita, Gegensätze), Verbindung von Gegensätzen.
In der >
Alchemie sollte die  Vereinigung der gegensätzlichen Prinzipien im > opus magnum erfolgen. Dabei geht es vor allem um die Verwandlung unedler Materialien in > Gold (bzw. > Silber), während im > Androgyn sich die Gegensätze von Mann und Frau aufheben.
Nach C. G. > Jung vereinigen sich in der C. o. die Gegensätze, die sich entweder feindlich gegenüberstehen oder sich liebend gegenseitig anziehen, wie etwa männlich und weiblich.
Nach der Aussagenlogik kommt zwei gegensätzlichen Argumenten der Wahrheitsgehalt „wahr“ nur dann zu, wenn beide Teilsätze wahr sind.

Lit.: Jung, C. G.: Mysterium Coniunctionis: Zürich / Stuttgart: Rascher, 1968 (C. G. Jung Gesammelte Werke; 14/1); Alchemie: Lexikon einer hermetischen Wissenschaft. München: Beck, 1998.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3