Concordia

Concordia (lat., „Eintracht“; dt.: Konkordia), römische Göttin und Personifizierung der Eintracht unter den Bürgern. Nach Beendigung des Ständekampfes im Jahre 367 v. Chr. wurde C. zum Zeichen des Dankes für die Versöhnung zwischen Patriziern und Plebejern  vom römischen Feldherrn und Politiker Camillus am Westende des Forums ein Tempel errichtet, der ihre bedeutendste Kultstätte blieb, obwohl weitere Tempel folgten, einer davon 216 v. Chr. auf dem Kapitol.
Als der Tempel der  C. unter Constantinus und Maxentius niederbrannte, wurde er wieder aufgebaut. Heute noch zeigt man Ruinen desselben.
C. war auch ein beliebtes Motiv für römische Münzen, auf denen sie als Matrone, bald stehend, bald sitzend, ein Füllhorn im linken Arm, im rechten einen Ölzweig oder eine Opferschale haltend dargestellt wurde. Zudem kommen als ihr Symbol verschlungene Hände vor.

Lit.: Preller, Ludwig: Römische Mythologie. Essen: Phaidon-Verl., [1997].

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3