Conchobor, Conchobar

Conchobor, Conchobar (ir., „Hundeliebhaber“), sagenhafter irischer König von Ulster, in modernem Irisch Conchobhar, Conchubhar, Concubar genannt. C. lebte angeblich im 1. Jh. n. Chr., ist mit Gestalten wie Karl d. Gr. und König > Artus in den entsprechenden Sagenkreisen zu vergleichen und gilt als Quelle der irischen Namen Conor, Connor, Connors, Conner, O’Connor.
Die Gegner von C. waren die Herrscher von Connacht. In der Liebesgeschichte des „Ur-Tristan“ von Noísiu und Deirdre (The Encyclopedia of Celtic Mythology and Folklore) erscheint er als Bösewicht.
Sein Schädel soll von einer Kalkkugel getroffen worden sein, die dort sieben Jahre lang stecken blieb, ohne dass C. deswegen starb. Als er aber vom Tod Christi erfuhr, regte er sich so sehr auf, dass die Kugel herausfiel und mit ihr sein Gehirn. So starb er angeblich als „frommer Christ“, und zwar nach den Annalen von Tigernach 48 n. Chr.

Lit.: Monaghan, Patricia: The Encyclopedia of Celtic Mythology and Folklore. New York: Facts on File, 2004.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3