Committee for Skeptical Inquiry (CSI)

Committee for Skeptical Inquiry (CSI), 1976 von Paul Kurtz, auch „Vater des weltlichen Humanismus“ genannt, in Buffalo, USA, als Committee for Scientific Investigation of Claims of the Paranormal (CSICOP) gegründet. Die Namensänderung in CSI erfolgte am 30. November 2006, um durch die kürzere Bezeichnung medienfreundlicher und durch die Tilgung des Wortes „paranormal“ für  den erweiterten Zweck der Organisation, nämlich kritisches Denken, Wissenschaft und Rationalität im Allgemeinen, offener zu werden.
In ihrem Anfangsstadium wurde das C. von der American Humanist Association unterstützt, ist inzwischen aber autonom und in 24 US-Bundesstaaten vertreten. Ähnliche Vereinigungen gibt es auch in anderen Ländern, z.B. in Deutschland unter der Bezeichnung GWUP / „Skeptiker“.
Die Bewegung begreift sich als gesellschaftliche Avantgarde zur Verteidigung von Vernunft und Rationalität im Sinne der Aufklärung. Dazu gehört die öffentliche Bekämpfung aller gesellschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Bestrebungen bis hin zu naturwissenschaftlichen Theorien, die als Bedrohung ihrer materialistischen Weltanschauung empfunden werden.
So bezeichnet sie vor allem folgende Gebiete als pseudowissenschaftlich: fliegende Yogis, therapeutische Berührung, >
Astrologie, > Feuerlaufen, > Voodoo, magisches Denken, Uri > Geller, > alternative Medizin, > Channeling, psychische Detektive, > Nahtoderfahrungen, > UFOS, > Bermudadreieck, > Homöopathie, > Geistheilung, > Reinkarnation und neuerdings auch > Intelligent Design, da dieses eine rein materialistische Evolutionstheorie verneint.
Die Bewegung hat daher mit der philosophischen Strömung des Skeptizismus nichts zu tun.
Unter den Mitgliedern finden sich namhafte Wissenschaftler, Erzieher, Autoren und sonstige bekannte Persönlichkeiten. Ihr Programm wurde von der National Science Foundation positiv beurteilt, obwohl das rein materialistische Weltbild die Dialogoffenheit mindert und nicht selten in einen absoluten Macht- und Wahrheitsanspruch mündet, der Sachlichkeit, Toleranz und Weitblick vermissen lässt. Rein materialistisch ist die Welt nicht erklärbar.
Das Publikationsorgan des C. ist der > Skeptical Inquirer.

Lit.: Randi, James: An Encyclopedia of Claims, Frauds, and Hoaxes of the Occult and Supernatural. Prometheus Books, 1995; Kurtz, Paul (Hg.): Skeptical Odysseys: Personal Accounts by the World’s Leading Paranormal Inquirers. University of Illinois Press: Prometheus Books, 2001.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3