Cold Reading

Cold Reading (engl., „kalte Dusche“), ein Bündel von Techniken, um durch Beachtung kleinster Hinweise in Bezug auf das Äußere, das Verhalten oder die Ausdrucksweise von Personen Informationen über diese zu erhalten. Die Bezeichnung wurde ursprünglich von Zauberkünstlern für verschiedene Techniken verwendet, um in interviewartigen Situationen ohne wirkliches Wissen über den Gesprächspartner bei diesem den Eindruck eines vorhandenen Wissens zu wecken. Zu diesen Techniken zählt beispielsweise das Stellen von Leitfragen, um durch Antworten oder allein durch Veränderungen des Gesichtsausdrucks der Angesprochenen bestimmte Hinweise zu erhalten.
In neuerer Zeit wird der Begriff auch für entsprechende Praktiken von Wahrsagern und Lebensberatern, bei Vernehmungen oder bei Verkaufsgesprächen verwendet.
> Medien geben häufig so allgemeine Auskünfte, dass sich die betreffende Person angesprochen fühlt. Skeptiker argumentieren daher, dass sämtliche Aussagen von Medien auf diese Weise zustande kämen.
Der verwandte Begriff Hot Readings beschreibt hingegen die Technik, sich bereits vor dem Gespräch Informationen über einen Gesprächspartner zu beschaffen, um dadurch den Eindruck zu erwecken, auf paranormalem Wege Wissen erlangen zu können.

Lit.: Rowland, Ian: The Full Facts Book of Cold Reading. London: Rowland, 2002; Stangaro, Angelo: Etwas aus nichts. Anleitung zum modernen Cold Reading. Lalling: Zauberhandlung Manipulix, 2008.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3