Cohoba

Cohoba, auch Yopo, Vilca und Huilca genannt, ist eine halluzinogene Droge, die aus den  Bohnen der Anadenanthera colubrina und der A. peregrina gewonnen wird. Die Indianer der vorkolonialen Zeit der Karibik und Südamerikas verwendeten C., um visionäre Zustände hervorzurufen, insbesondere bei religiösen Riten. Die > Schamanen versuchen damit Kontakt mit ihrer Geisterwelt aufzunehmen.
Die Droge soll den Mut steigern und die Schmerzen lindern. Die LSD-ähnliche Wirkung ist auf den Bestandteil Bufotenin zurückzuführen. C. wird gekaut oder geschnupft, weil der Weg über den Magen-Darm-Trakt die Wirkung zerstört.
Als Nebenwirkungen können Pupillenerweiterung, hoher Blutdruck im Kopf und zeitweises Erbrechen auftreten.  

Lit.: Aquino, Luis Hernández: Diccionario de voces indígenas de Puerto Rico. Editorial Cultural, 1977; Torres, Constantino M.: The Role of Cohoba in Taino Shamanism. Eleusis No. 1 (1998).

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3