Codex Casselanus

Codex Casselanus (lat.), berühmte alchemistische Handschrift. Sie ist eine 1565 entstandene Kopie der „Goldmacherkunst der Kleopatra“ aus dem 3. Jh. Der besondere kulturgeschichtliche Wert liegt vor allem in den zahlreichen Glossen aus der Hand des englischen Okkultisten John A. > Dee, der das Manuskript wahrscheinlich dem Landgrafen Moritz von Hessen schenkte. G. Goldschmidt vermutet, dass Goethe die Kassler Handschrift kannte und sie in seinem „Hexen-Einmaleins“ im > Faust verwertete. Der C. befindet sich in der Landesbibliothek von Kassel, Deutschland.

Lit.: Siebert, Gustav: Das Hexeneinmaleins, der Schlüssel zu Goethes Faust. Münster i. W.: Aschendorff, 1914;  Goldschmidt, G.: Die Quellen der mittelalterlichen Alchemie. Ciba-Zeitschrift,  Nr. 57, Basel, Mai 1938; ders.: Die Quellen der mittelalterlichen Alchemie. Ciba-Zeitschrift, Nr. 65, Basel, Januar 1939.

 

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3