Codex Askewianus

Codex Askewianus (lat.), koptische Handschrift, benannt nach dem ersten namentlich bekannten Eigentümer, Dr. A. Askew, einem Arzt in London. Sein Inhalt ist hauptsächlich das unter dem Namen > Pistis Sophia (Glaube und Weisheit) bekannte gnostische Werk. Die Sprache ist der in Oberägypten gesprochene saidische (sahidische) Dialekt des Koptischen.
Die Handschrift umfasste ursprünglich 178 Blätter auf Pergament, mit einer Höhe von 21 cm und einer Breite von 16,5 cm. Der Text wurde von zwei Schreibern geschrieben und stammt aus dem 3. Jh. n. Chr. Er ist in vier Abschnitte oder Bücher gegliedert und bildet einen der wichtigsten koptisch-gnostischen Texte. Den Inhalt bilden Lehrgespräche, die Jesus noch nach seiner Auferstehung mit den Jüngern gehalten haben soll. Der C. befindet sich heute im Britischen Museum in London.

Lit.: Schmidt, Carl (Hrsg.): Die Pistis Sophia. Berlin: Akademie-Verlag, 1962; Das Evangelium der Pistis Sophia. Bad Teinach-Zavelstein: Hermanes T., 1987;  Rijckenborgh, Jan van: Die gnostischen Mysterien der Pistis Sophia. Haarlem, Niederlande: Rozekruis-Pers, 1992; Pistis Sophia. Birnbach: DRP-Rosenkreuz-Verl., 2005.

 

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3