Cnoc Mhuire

Cnoc Mhuire, offizieller Name des Dorfes Knock in der westirischen Landschaft Mayo, bekannt wegen seiner > Marienerscheinung 1879.
Am 21. August 1879 begab sich die 15-jährige Margarete Beirne gegen 19 Uhr zur Dorfkirche, um diese für die Nacht zu schließen. Dabei bemerkte sie an der Südseite der Kirche einen hellen Schein, achtete jedoch nicht weiter darauf und ging wegen des Dauerregens gleich wieder nach Hause. Nicht viel später kam die Pfarrhaushälterin Mary McLaughlin auf einen Kurzbesuch zu Familie Beirne. Als sie an der Kirche vorbeiging, glaubte sie an der Chorseite drei große Statuen im Regen stehen zu sehen: die Himmelskönigin, den hl. Josef und einen Bischof. Auf dem Rückweg um 19.30 Uhr bemerkte dann eine weitere Tochter der Beirnes, Mary Beirne, welche die Haushälterin begleitete, dass sich die Statuen bewegten, und sagte: „Das ist die allerseligste Jungfrau.“ Sie holte gleich die Mutter und den Bruder, der sehr beeindruckt war und die Nachbarn herbeirief, sodass schließlich 15 Personen das Geschehen beobachteten.
Maria schwebte vor einem leuchtenden Hintergrund, bekleidet mit einem weißen Gewand und einem weißen Mantel, auf dem Haupt eine goldene Krone mit kostbaren Edelsteinen. Zu ihrer Rechten stand der hl. Josef, zu ihrer Linken ein Bischof in weißem Bischofsornat. Die Anwesenden sahen in ihm den Evangelisten Johannes. Zur linken Seite der Gestalten erschien ein Altar, auf dem ein Kreuz und ein Lamm zu sehen waren, das von Engeln angebetet wurde.
Auffallend war auch, dass trotz des Regens der Platz, wo die drei standen, trocken blieb.
Eine Untersuchungskommission, die vom Erzbischof von Tuam, Dr. John Mac Hale, binnen sechs Wochen eingesetzt wurde, kam nach eingehender Befragung der Augenzeugen zu dem Schluss, dass deren Aussagen „glaubwürdig und zufriedenstellend“ seien. Damit wurde C. zum Wallfahrtsort. Plötzliche Heilungen untermauerten die Echtheit der Erscheinung, wie auch die 1936 durchgeführte erneute Befragung der drei zu diesem Zeitpunkt noch lebenden Augenzeugen.
Zur Betreuung der Pilger wurde 1967 die Basilika „Our Lady of Ireland“ eingeweiht, die 10.000 Gläubige fassen kann, und am 20. Mai 1986 wurde der Ireland West Airport Knock in Betrieb genommen. Jährlich kommen rund 1,5 Millionen Pilger nach C.
Aus Anlass des hundertsten Jahrestages der Marienerscheinung 1979 stattete Papst Johannes Paul II. dem Ort einen Besuch ab. Mutter Teresa besuchte ihn im Jahre 1993.

Lit.: MacPhilipin, John (Hg.): The Apparitions and Miracles at Knock also, the official depositions of the eye-witnesses. Dublin: M. H. Gill & Son, 1880.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3