Cleomedes

Cleomedes (griech.), in der griechischen Mythologie ein berühmter Ringkämpfer aus Astypaläa, der versprochen hatte, > Apollon einen weißen Stier zu opfern, wenn ihm dieser bei den Olympischen Spielen den Sieg schenke. So kam es, doch tötete C. dabei einen anderen Athleten namens Iccus, weshalb ihm der Siegespreis entzogen wurde. Darüber wahnsinnig geworden, verließ C. den Kampfplatz und eilte nach Hause. Dort ergriff er die Säulen des Gymnasiums, in dem er das Ringen erlernt hatte. Dieses stürzte in sich zusammen und begrub 60 Jünglinge unter sich. C. suchte in der Folge Asyl im Tempel der > Minerva. Da man ihn auch dort verfolgte, versteckte er sich in einem Kasten. Als man diesen öffnete, war er verschwunden. Die Priester sagten daraufhin, C. sei der letzte Halbgott Griechenlands gewesen und lebendig in den Himmel aufgenommen worden.

Lit.: Ranke-Graves, Robert von: Griechische Mythologie. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2005.

 

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3