Chumbaba

Chumbaba (sumer., auch Humbaba, Huwawa), gewaltiger Naturdämon oder Riese aus dem altmesopotamischen Epos um > Gilgamesch. Für Gilgamesch versinnbildlicht er das absolut Böse, das jedoch auf göttlichen Befehl das „Land der Lebenden“, den Zedernhain, bewacht, der offensichtlich ein Göttersitz ist. Um seinen Leib trägt C. sieben Zauberhüllen, die ihn unter normalen Umständen unverwundbar machen. Gilgamesch beschließt, ihn mit seinem starken Freund Eniku zu töten. C. unterliegt im Kampf und bietet sich Gilgamesch als Sklave an, doch Eniku besteht auf seiner Tötung.   
In der sumerischen Mythologie ist C. der heilige Wächter des Zedernwaldes. Seine Übermenschlichkeit wird für den machthungrigen König von Uruk zur Herausforderung, der sich auch die Götter anschließen.
Das sagenhafte Gebrüll und der Feuerhauch des C. veranlassten Religionsforscher der Neuzeit, im Riesen die Personalisation eines gefürchteten Vulkans zu sehen, wenngleich es im näheren Umkreis des sumerischen Sieglungsraumes keine Vulkane gibt.

Lit.: Kramer, Samuel Noah: Geschichte beginnt mit Sumer. München: List, 1959;  Schneider, Vera: Gilgamesch. Zürich: Origo, 1967.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3