Chu-hung

Chu-hung (* 23.02.1535, † 29.07.1615), chinesischer Mönch der Ming-Dynastie, der > Zen und > Reines Land-Schule miteinander verband und eine starke buddhistische Laienbewegung ins Leben rief.
Bei anfänglicher strikter Einhaltung der Rezitationsregeln stellte er fest, dass alle Wege notwendigerweise Wege zum gleichen Ziel sein müssen. So solle man sich beim Rezitieren von >
Buddhas Namen nicht nur auf den Namen, sondern vielmehr auf die dahinterliegende „Höchste Wirklichkeit“ konzentrieren. Diese synthetisierende Schau blieb charakteristisch für den chinesischen > Buddhismus bis auf den heutigen Tag und erstreckte sich teilweise auch auf den > Taoismus. Für C. besteht zwischen dieser Art von Meditation und jener des Zen kein wesentlicher Unterschied.

Lit.: Yü Chün-fang: The Renewal of Buddhism. New York: Columbia Univ. Pr., 1981.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3