Chrysopras

Chrysopras (griech.), grüner, mit Goldpunkten besetzter Edelstein der Quarzgruppe. Er ist durchscheinend bis undurchsichtig und wurde in Australien, Indien, Madagaskar, Südafrika, USA, im Ural sowie in Polen gefunden.
Nach den orphischen > Lithika (5.–6. Jh. n. Chr.), Edelstein-Büchern, soll er gegen Zauberei helfen. In byzantinischer Zeit trug man ihn an der Handwurzel, um die Sehkraft zu stärken oder Magenbeschwerden und Schwellungen zu beseitigen. C. wirke gegen Blutzucker, bei Haut-, Kopf- und Stoffwechselstörungen, bei Leiden der Vorsteherdrüse, der Hoden, Eileiter und Eierstöcke. Außerdem soll er Frohsinn und Fruchtbarkeit vermitteln.
Der hl. > Hildegard zufolge hilft C. bei Gichtleiden, beruhigt die Zornigen, unterbindet die Wirkung von Gift, lindert epileptische Anfälle und hilft bei >
Besessenheit.

Lit.: Hildegard von Bingen: Das Buch von den Steinen. Salzburg: Otto Müller, 1997; Gienger, Michael: Lexikon der Heilsteine. Saarbrücken: Neue Erde, 2000.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3