Christina von Retters

Christina von Retters (* um 1269 im Raum Wiesbaden; † um 1291 Retters, heute Rettersdorf, Deutschland), selig (Fest: 29. November), Prämonstratenserin und Mystikerin. C. stammte aus einem Vasallengeschlecht aus der Gegend um Wiesbaden. Als junges Mädchen trat sie in das Prämonstratenserinnenkloster Retters im Taunus ein. Sie erlebte große Qualen, dann das Mitleiden der Passion Christi sowie Visionen und Ekstasen. Bis zu ihrem frühen Tod mit 22 Jahren pflegte sie Arme und Kranke im Spital ihres Klosters. Über ihre Eingebungen verfasste sie ein Buch, das jedoch verloren ging. Ihre Vita, offenbar aus der Feder ihres Beichtvaters, liegt nur in deutscher Übersetzung vor.

Lit.: Mittermaier, Franz P. (Hg.): Lebensbeschreibung der seligen Christina, gen. von Retters. Archiv für mittelrhein. Kirchengesch. 17 (1965), 209–251 (I); 18 (1966), 203–238 (II); Köster, K.: Leben und Gesichte der Christina von Retters, ebd. 8 (1956), 241–269; Torsy, Jakob: Der Große Namenstagskalender. Freiburg: Herder, 2008.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3