Christentum

Christentum, die christliche Religion. Der Begriff „Christentum“ geht sprachlich und sachlich auf die für das neue Testament zentrale Bezeichnung Jesu als „der Christus“ (ho christos, der Gesalbte [Messias]) zurück. Die Anhänger Christi wurden in Antiochien schon sehr früh Christen (christianous, Apg 11,26) genannt. Diese Bezeichnung setzt voraus, dass man im Christusbekenntnis das Charakteristikum der Jesusanhänger erblickte. Der Name wurde sehr bald auch als eigene Bezeichnung angesehen und setzte sich intern und extern rasch durch (1 Petr 4,16; Apg 26,28). Der danach gebildete Begriff „Christentum“ (Christianismos) findet sich zuerst bei Ignatius von Antiochien (* 1. Jh., † ca. 107; Magn.10,1.3).
Der inhaltliche Ursprung des Chr. liegt in der Selbstbezeichnung Jesu als Sohn Gottes und der Untermauerung dieser Aussage durch seine Lehre, die > Wunder, die > Verklärung auf dem Berg Tabor, die Herabkunft des Heiligen Geistes bei der Taufe im Jordan, die Vorhersage und das Eintreffen seines Todes, seiner >
Auferstehung, durch seine > Erscheinungen nach dem Tod und seine > Himmelfahrt sowie durch die verheißene und eingetretene Herabkunft des > Heiligen Geistes auf die Apostel.
Neben diesen außergewöhnlichen Ereignissen, von denen die Bibel berichtet, sind für die > Paranormologie auch die zahlreichen außergewöhnlichen Ereignisse im Verlauf der Geschichte des Christentums von Bedeutung. Dazu gehören > Totenerweckungen, > Wunderheilungen, > Bilokationen und > Levitationen, das > Grabtuch von Turin, der > Schleier von Manoppello, > Marienerscheinungen, > Stigmatisationen, mystische Erfahrungen (> Mystik) und > Prophetien, > Unverweslichkeit und die Schar der begnadeten Personen.

Lit.: Guardini, Romano: Das Wesen des Christentums. Würzburg: Werkbund-Verl., 1958; Benedikt <XVI., Papst>: Einführung in das Christentum. München: Kösel, 1968; Resch, Andreas: Wunder der Seligen 1983–1990. Innsbruck: Resch, 1999; ders.: Die Seher von Medjugorje im Griff der Wissenschaft. Innsbruck: Resch, 2005; ders.: Das Antlitz Christi. Innsbruck: Resch, 2006; ders.: Wunder der Seligen 1991–1995. Innsbruck: Resch, 2007; Benedikt XVI.: Jesus von Nazareth. Freiburg i. Br.: Herder, 2007; Resch, Andreas: Die wahren Weltwunder. Innsbruck: Resch, 2013; ders.: Die Wunder von Lourdes. Innsbruck: Resch, 22015.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3