Christdorn

Christdorn (botan. Ilex aquifolium). Der C. gehört zur Familie der Stechpalmengewächse, findet sich fast überall in Europa und kann eine Wuchshöhe von bis zu 15 Metern erreichen. Er trägt weiße Blüten und leuchtend rote Steinfrüchte. Der Verzehr derselben kann allerdings zu Vergiftungserscheinungen führen. 20–30 Früchte gelten für Erwachsene als tödlich.
Hingegen werden die schleimig-bitter und herb schmeckenden Blätter in der > Homöopathie und > Volksmedizin als Mittel gegen Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Gelenksentzündung, Gelenksschmerzen (Arthritis), Gelenksverschleiß, Gelenksabnutzung (Arthrose) und ganz allgemein gegen Gicht und Rheuma eingesetzt.
Der Legende nach handelt es sich beim C. um jene Palme, mit der Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem begrüßt wurde, und erhielt in Erinnerung an den Verrat, der an Jesus verübt wurde, Stacheln. Die roten Beeren wurden mit den Blutstropfen Jesu verglichen und bildeten wichtige Bestandteile von Räuchermitteln und > Hexensalben.
 
Lit.: Scheffer, Karola: Selbstbehandlung mit Homöopathie. Augsburg: Weltbild, 2009.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3