Chris

Chris, angeblicher Wunderhund. Der neunjährige Bastardrüde des George H. Wood aus Greenwich, Rhode Island, USA, beeindruckte in den 1950er Jahren wegen seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten. So konnte er durch Klopfen mit der Pfote Zahlen anzeigen und auf diese Weise das Ergebnis mathematischer Operationen mitteilen. Wörter lernte er über einen Zifferncode zu buchstabieren und gab so auch „verbale“ Antworten. Man erkannte sehr bald, dass diese nicht nur auf Training beruhten, da C. auf entsprechende Fragen schon vor Bekanntwerden auch öfters die Gewinner von Pferderennen und anderen Sportereignissen andeutete. Zu einer seiner berühmten Leistungen zählte die richtige Angabe des Ergebnisses eines Baseballspiels, das gerade zu Ende gegangen war und das noch keiner der Anwesenden kannte. C. wurde daher mehrmals im Fernsehen vorgeführt. Auch J. B. > Rhine von der Duke University wurde auf ihn aufmerksam und führte eine Reihe von Untersuchungen mit > ASW-Karten durch. Dabei zeigte C. eine hohe Trefferquote weit über dem Zufall mit Versuchsleitern, die > Hunde liebten. Hingegen fielen seine Treffer bei einem Experimentator, der Hunde nicht mochte, unter den Zufall. Schließlich signalisierte er auch seinen Tod zwei Jahre im Voraus, mit nur einem Tag Unterschied.
J.G. > Pratt vermutete, dass Wood sensitiv war und, ohne sich dessen bewusst zu sein, seinem Hund entsprechende Zeichen gab.

Lit.: Wood, G.H. / Cadoret, R.J.: Test of Clairvoyance in Man-Dog Relationship. Journal of Parapsychology 22 (1958) 1, 29–39; Pratt, J. P.: Parapsychology: An Insider’s View of ESP. Garden City, NY: Doubleday, 1964.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3