Chishti, Muin ad-Din Muhammad

Chishti, Muin ad-Din Muhammad (1142–1236), indischer > Sufi, der einen bedeutenden Orden (Tariqa) einführte. Er war stark von Abd al-Qadir beeinflusst und betonte die Furcht vor dem Höllenfeuer als eine wichtiges Zwangsmittel im religiösen Leben. C. forderte aber auch zum Musizieren und Singen auf, weil der Gesang Stütze und Nahrung des Lebens sei.
Für die Sufi-Bewegung, die sich von ihm herleitet, bildet die Musik mit ihren Liedern der Liebe und Verehrung Allahs ein Merkmal der heiligen Tage und Feste.
C. starb in Ajmer, sein Grab ist eine bedeutende Pilgerstätte.

Lit.: Bowker, John (Hg.): Das Oxford-Lexikon der Weltreligionen. Darmstadt: Wiss.  Buchges., 1999.

 

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3