Chih-kuan

Chih-kuan (chin.; sanskr. Shamatha-Vipashyana; jap. Shikan), Gemütsruhe und Einsicht. Meditationsmethode im > T’ien-T’ai- Buddhismus (Schule).
Chih (> Shamatha) ist die Beruhigung des rastlosen Geistes und die Befreiung von Unterscheidungen; kuan (> Vipashyana) ist die Betrachtung und Einsicht in die buddhistischen Wahrheiten. Diese Meditationsübung wurde von >
Chih-i begründet und  besteht in der ersten Stufe in der Überwindung der Hindernisse (> Nivarana) durch die Beherrschung des Körpers und seiner Funktionen sowie der sechs Sinnesorgane. Die zweite Stufe ist die Hinwendung des Geistes nach innen, um die völlige Abwesenheit der Form zu erfahren, was zur Verwirklichung der > Sunyata führt.
Diese Meditationspraxis ist in China und Japan sehr verbreitet und in den Schriften von Chih-i ausführlich beschrieben.

Lit.: Chih-i: Die Kunst der Versenkung. Bern: Barth, 1975.

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   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3