Chia

Chia, indianische Mondgöttin und Urmutter der Chibcha- und Muisca-Indianer im Nordwesten Südamerikas. Die Muisca sind ein Volk der Chibcha, deren Name „Menschen“ bedeutet. Ihre Kultur war höher als die anderer chibchasprechender Völker, ebenso ihre Gesellschaftsordnung. Zu Beginn des 16. Jh. besaßen sie sehr ausgedehnte Gebiete im Nordwesten Südamerikas bis hinein nach Mittelamerika in die heutigen Staaten Panama, Costarica und den Süden von Nikaragua, wobei Bogota und Tunja den größten Einfluss hatten. Der Herrscher des Tunja-Staates nannte sich Zake und wurde als Abkömmling der Sonne verehrt, während Zipa, der Herrscher von Bogota, als irdischer Repräsentant des Mondes galt.

Lit.: Helfritz, Hans: Südamerika, präkolumbische Hochkulturen. Köln: DuMont, 1979.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3