Ch’i-lin

Ch’i-lin (chin.), chinesisches Einhorn, meist mit dem Körper eines Hirsches, dem Schwanz eines Ochsen, den Schuppen eines Fisches, dem Kopf eines Wolfes und den Hufen eines Pferdes, das Glück und Frieden bringt. Mit seinem kurzen, ungefährlichen Horn kann es niemanden verletzen. Es gehört neben > Drachen, > Phönix und > Schildkröte zu den vier Wundertieren.
C. ist von alters her ein Sinnbild des Kindersegens. Nach einer alten Fabel ist C. so leichtfüßig, dass es keine Pflanzen oder Lebewesen zertritt. Auch soll es die Fähigkeit haben, über das Wasser zu wandeln. Seine Stimme sei lieblich und rein wie eine Glocke.
Das erste Mal erschien C. 2698 v. Chr. als Bote für gute Nachrichten dem Herrscher Huang-ti als Hinweis auf die glückliche Regierungszeit, die unter ihm folgen sollte.

Lit.: Münke, Wolfgang: Die klassische chinesische Mythologie. Stuttgart: Klett, 1976.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3