Chen-Stil

Chen-Stil, einer der ältesten Stile des > Taijiquan (chinesisches Schattenboxen).
Der C. wurde im 17. Jh. von der Familie Chen im Dorf Chenjiagou entwickelt und über Generationen vornehmlich im Rahmen der Familie weitergegeben. Als Gründer wird allgemein Chen Wangting (1597–1664), aus der neunten Generation und General der Ming-Dynastie, genannt. Er befasste sich nach dem Fall der Dynastie mit Kampfkünsten und der taoistischen Tradition. Dabei bildete sich im Laufe der Zeit ein Stil des fließenden Wechsels zwischen Bewegungen mit und ohne Kraftanwendung, zwischen plötzlichen Sprüngen und langsamen weichen Bewegungen sowie von ausgeprägten Spiralbewegungen heraus.
Die regelmäßige Übung des C. soll zu einer umfassenden Entfaltung von Geist und Körper führen.

Lit.: Lie, Foen Tjoeng: Chinesisches Schattenboxen Tai-Ji-Quan für geistige und körperliche Harmonie. Niedernhausen/Ts.: Falken-Verlag, 1987; Silberstorff, Jan: Chen – Lebendiges Taijiquan im klassischen Stil. München: Lotos Verlag, 2003.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3