Chaosvogel

Chaosvogel, heiliger Vogel in der chinesischen Mythologie. Dieser Vogel hatte nach dem Buch Chan Hai King („Buch der Berge und der Meere“) sechs Füße und vier Flügel. Manchmal glich er einem gelben, dann wieder einem roten Sack. Er hatte kein Gesicht und auch nicht die sieben Löcher zum Sehen, Hören, Atmen und Essen. Er konnte aber tanzen und singen. Manche sagen, er war ein Königssohn, den sein Vater verbannt hatte. Er herrschte über das > Chaos, das am Anfang wie ein leerer Sack war. Nichts war noch geordnet und es gab noch keine Löcher des Lebens. Das war am Anfang der Welt.

Lit.: Rosny, Léon de: Chan-hai-king: antique géographie chinoise. Paris: Libraire de la société sinico-japonaise, 1891.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3