Chao-chou Ts’ung-shen

Chao-chou Ts’ung-shen, jap. Joshu Jushin (778–897), einer der bedeutendsten Zen-Meister Chinas, Dharma-Nachfolger (Hassu) von Nan-ch’üan P’u-yüan (jap. Nansen Fugan).
Bereits im Alter von 18 Jahren erfuhr C. eine tiefe Erleuchtung, die ihm einen Weg zeigte, den es zu gehen lohnte. Nach 40 Jahren Ausbildung bei seinem Lehrer Nan-ch’üan, wanderte er auf der Suche nach anderen Ch’an-Meistern durch >
China. Mit 80 Jahren ließ er sich schließlich in einem kleinen Zen-Kloster in Chao-chou nieder, versammelte Schüler um sich, lehrte sie freundlich und ruhig, aber auf eine sehr scharfe und kurze Weise. Er betreute seine Schüler bis zu seinem Tod im Alter von 120 Jahren.
Ein besonderes Verdienst von C. ist das Aufzeigen des Zusammenhangs von > Ch’an und > Tao, womit er einen Weg der Koexistenz bahnte. Auf ihn geht das > Koan zurück: „Wenn alle Dinge in das eine zurückkehren, wohin kehrt aber dann das Eine zurück?“ Den gedankenlosen Gebrauch von Worten (Verbalismus) lehnte er ab.
C. hatte 13 Dharma-Nachfolger. Da es jedoch wenige gab, die ihm an Tiefe der Erfahrung gleichkamen, starb seine Linie nach wenigen Generationen aus.

Dogen: Shōbōgenzō. Frankfurt, M.: Angkor-Verl., 2008.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3