Champa

Champa, Volksgruppen, die erstmals in chinesischen Quellen des 2. Jh. n. Chr. als Linyi erwähnt werden. Das alte Reich der C. von Lâm âp (192–758) mit der Hauptstadt Champapura erstreckte sich über die Region von Huê in Vietnam. Sie mussten dann unter chinesischem Druck nach Süden ausweichen und gingen in der heute in Südvietnam lebenden austronesisch sprechenden Bevölkerung auf.
Nach mythologischer Überlieferung entstammt das Volk der C. der Vereinigung der Wassergöttin Nagar (vietnames. Thiên Yana) in Gestalt eines Sandelholzstammes mit einem Irdischen. Die Göttin war unter ihrem Namen Pô Nagar („Königin des Landes“) die erste Regentin des alten C.-Reiches und hatte ihr Hauptheiligtum in Nha-trang, das im 8. Jh. von javanischen Invasoren zerstört, dann aber wieder aufgebaut wurde. Ende des 14. Jh. erfolgte schließlich der Niedergang der C.

Lit.: Maspero, Georges: Le royaume de Champa. Brüssel: G. Van Oest, Paris, 1928; Tarling, Nicholas: The Cambridge History of Southeast Asia: From Early Times to c. 1800. Cambridge University Press, 1992.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3