Chac

Chac („Donner“), Regen- und Gewittergott der > Maya, Gott der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus, auch Ah Hoya („der Urinierende“), Ah Tzenul („Der anderen Nahrung gibt“) oder Hopop Caan („Der den Himmel anzündet“) genannt.
C. ist Wohltäter und Freund der Menschen. Er lehrte sie die Technik des Pflanzenanbaus und ist Beschützer der Maisfelder. Mit Fasten und sexueller Enthaltsamkeit wird er außerhalb der Siedlungen um Regen angefleht.
Dargestellt wird er mit zwei großen Augen, einer langen, trompetenartig hochgebogenen Nase, einer Reihe gekrümmter Zähne und einer aus sehr komplizierten Knoten gemachten Frisur. C. kommt aus den vier Richtungen des Universums: im Osten ist er rot, im Norden weiß, im Westen schwarz und im Süden gelb. Mit seinen Steinäxten erregt er Blitze und gießt Regen aus. Sein vertrautes Tier ist der Frosch, dargestellt, wie er Wasser ausspeit.
C. ist einer der bedeutendsten Götter des Maya-Pantheons. Er entspricht dem Gott > Tlaloc der >
Azteken, dem > Tajin der > Totonaken umd dem > Cocijo der > Zapoteken.

Lit.: Chactun – die Götter der Maya. München: Diederichs, 1994; Comte, Fernand: Mythen der Welt. Darmstadt: Wiss. Buchges., 2008.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3