Catez, Elisabeth von der Heiligsten Dreifaltigkeit

Catez, Elisabeth von der Heiligsten Dreifaltigkeit (*18.07.1880 Avor bei Bourges, Frankreich; † 9.11.1906 Dijon), Karmelitin, selig (25.11.1984, Fest: 9. November), Mystikerin.
C. studierte Musik und widmete sich mit großem Erfolg dem Klavierspielen. Ihre Konzerte beeindruckten und sie bekam mehrere Auszeichnungen. Mit der Erstkommunion am 19.04.1891 ändert sich ihr Leben: „Ich habe keinen Hunger. Jesus hat mich gesättigt.“ Durch die Musik versank sie in die Betrachtung Gottes. Auch auf den Festen der vornehmen Gesellschaft fühlte sie sich dem Herrn verbunden. „Im festlichen Treiben wurde ich, ergriffen von der Gegenwart meines Herrn und Meisters und vom Gedanken an den Empfang der hl. Kommunion am nächsten Tag, eine ganz andere und bemerkte nichts von dem, was um mich herum geschah.“
Am 2. August 1901 trat sie in den Karmel von Dijon ein, wo sie den Namen Elisabeth von der Allerheiligsten Dreifaltigkeit erhielt. „Mir ist, als hätte ich den Himmel auf Erden gefunden, weil der Himmel Gott ist und er in meiner Seele wohnt.“ Am 28. Oktober 1906 kündigte sie die Mission an, die sie nach ihrem Tod ausüben würde: „Im Himmel wird es meine Aufgabe sein, Seelen zu gewinnen, indem ich ihnen helfe.“ Dem Tode nahe, sagte sie am 1. November 1906: „Alles vergeht. Am Abend des Lebens bleibt nur die Liebe.“ Und am Vorabend des Todes murmelte sie noch: „Ich gehe zum Licht, zur Liebe, zum Leben.“ Sie starb im Alter von 29 Jahren im Ruf der Heiligkeit.

Lit.: Resch, Andreas: Die Seligen Johannes Pauls II. 1979–1985. Innsbruck: Resch, 2000 (Selige und Heilige Johannes Pauls II.; 1), S. 153–156.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3