Castelvitch, Gräfin

Castelvitch, Gräfin (ca. 1920), portugiesisches > Medium. Zu Beginn des 20. Jh. zeigte C. eine Reihe von Phänomenen, die von Dr. d’Oliveira Feijao, Professor für Chirurgie an der Universität Lissabon, und Madeleine Frondoni-Lacombe genau beobachtet wurden. Nach dem Bericht von Dr. Feijao hörte man Schläge, den heftigsten gegen die Glastür eines Bücherschrankes. Zuweilen bewegten sich Möbelstücke: schwere Sessel glitten durch den Raum. Der geschlossene Bücherschrank öffnete sich, große Bücher krachten auf den Boden. Eine Glocke, das halb geöffnete Klavier und eine Gitarre erklangen laut. Der Tisch hob sich um ca. 60 cm u.a.m.
Die medialen Fähigkeiten von C. wurden 1913 entdeckt, hörten nach einem dramatischen Abschied am 14. Juli 1920 auf und kehrten nie wieder.

Lit.: Frondoni-Lacombe, Madeleine: Merveilleux Phenomènes de l’au delà. Lissabon, 1920; Richet, Charles: Thirty Years of Psychical Research. London, 1923.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3