Castelli, Danila

Castelli, Danila, am 16. Januar 1946 in Bereguardo bei Pavia in Italien geboren. Aus ihrer Ehe mit einem Arzt gingen vier Kinder hervor, von denen das Jüngste das Licht der Welt zwei Jahre vor ihrer Erkran­kung erblickte. Die ersten Anzeichen der Krankheit zeigten sich bereits 1981 in Form eines er­höhten Blutdrucks.
1982 wurden radiologische und echogra­phische Untersuchungen durchgeführt. Da­bei stellte man eine parauterine Masse so­wie eine fibromatöse Gebärmutter fest. C. wurde daher einer Hysterektomie und einer Adnexektomie unterzogen. Im November 1982 wurde ihr ein Teil des Pan­kreas entfernt. Im Folgejahr wurde sowohl im Bereich der Blase als auch des Rektums und der Vagina eine Szintigraphie durchge­führt, die das Vorhandensein eines „Phäo­chromocytoms“ (Tumor von speziellen Zellen) zu Tage förderte. Es folgten eine Reihe chirurgischer Eingriffe in der Hoffnung, die Stellen zu eliminieren, welche die Krisen des arteriellen Hochdrucks bis 1988 bedingt hatten, doch ohne jeden Erfolg. Nach sechsjähriger erfolgloser medizinischer Behandlung wurde eine Fortführung der Behandlung in der Mayo-Klinik in den USA in Erwägung gezogen. C. wollte jedoch nach Lourdes. Ihr Ehemann stimmte schließlich zu und fuhr mit ihr am 3. Mai 1989 nach Lourdes. Als sie am 4. Mai 1989, am Tag Christi Himmelfahrt, zu den Bädern ging, hatte sie den tiefen Wunsch zu sterben, fügte sich aber in den Willen Gottes ein und vertraute sich der Mutter Gottes an.
C. tauchte im Bad mehrmals ins Wasser. Als sie das Bad verließ, über­kam sie sogleich ein Gefühl des Wohlbefindens. Von da an litt sie nie mehr an erhöhtem Blutdruck und bedurfte auch keiner medizinischen Behandlung mehr. Sie war vollkommen geheilt.
Einige Monate später kehrte C. nach Lourdes zurück und informierte das Ärztebüro, das seit 2009 von dem italienischen Arzt Dr. Alessandro de Franciscis geleitet wird, über ihre mutmaßliche Heilung. C. stellte sich dem Büro in der Folge für fünf weitere Kontrollen zur Verfügung, und zwar 1989, 1992, 1994, 1997 sowie Ende September 2010, wo aus gegebenem Anlass hunder­te von Ärzten verschiedenster Spezialisierungen anwesend waren. Mit einer Enthaltung stimmten alle dafür, dass es sich hier um die vollständige und dauerhafte Heilung eines Syndroms handelte, das Danila C. bis 1989 belastet hatte.
Nach einer intensiven Diskussion des Falles bei der Internationalen Kom­mission von Lourdes bestätigten Professoren aus verschiedenen Teilen der Welt am 19. November 2011 die medizinische Diagnose und sprachen sich anschließend in geheimer Abstimmung dafür aus, dass hier eine Heilung vorliege, die nach den heutigen wissenschaftlichen Kenntnissen nicht erklärbar sei.
Am 20. Juni 2013 wurde die Heilung von Danila C. nach gründlicher Prüfung vom Bischof von Pavia, Msgr. Giovanni Giudici, als Wunder aner­kannt. Es ist dies das 69. kirchlich anerkannte Wunder von Lourdes.

Lit.: Lourdes france, le Site officiel des Sanctuaires: Danila Castelli.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3