Casey, Solanus

Casey, Solanus, Bernard Francis Casey, Spitzname „Barney“ (* 25.11.1870 Oak Grove, Wisconsin, USA; † 31.07.1957 Detroit, Michigan, USA),  Kapuziner (ehrwürdig 1995).
Als Sohn der irischen Einwanderer Bernard und Ellen Casey verbrachte er eine erlebnisreiche Jugend. Bereits als Junge rettete er einen Mann vor dem Ertrinken, was er der Fürbitte Mariens zuschrieb. Verschiedene weitere Zwischenfälle, wie das Miterleben eines Mordes, führten C. schließlich zur Entscheidung, Gott als Priester zu dienen. 1892 wurde er in ein deutsches Priesterseminar aufgenommen, bald darauf aber als ungeeignet entlassen. Wegen Sprachschwierigkeiten aufgrund einer Diphtherieerkrankung im Kindesalter hatte er in der Schule nur geringen Erfolg. 1896 trat er in das Seminar der Kapuziner ein und nahm den Namen Solanus an. Dort wurde er mit 33 Jahren zum einfachen Priester geweiht, was besagte, dass er weder predigen noch die Beichte abnehmen durfte. Die Leute standen jedoch Schlange, um mit P. Solanus sprechen zu können. Sie sahen in ihm einen tiefgläubigen Mann mit machtvollem Gebet. Viele Wunder wurden ihm zugeschrieben. Jeden Tag ereigneten sich in seiner Umgebung Heilungen und Bekehrungen. Er war jemand, der sich ganz Gottes Willen unterwarf.  P. Solanus starb im St. John Hospital in Detroit. An der Tür seines Sterbezimmers wurde eine Gedächtnisplakette angebracht.
Am 8.07.1987 wurde sein Leichnam exhumiert und im Father Solanus Casey Center im St. Bonaventure Monastery, Detroit, USA, beerdigt, wo zahlreiche Pilger sein Grab besuchen.
1982 wurde das Heiligsprechungsverfahren eröffnet. 1995 erklärte ihn Papst Johannes Paul II. für ehrwürdig.

Lit.: Odell, Catherine: Father Solanus: The Story of Father Solanus. Huntington, Ind.: Our Sunday Visitor Press, 1988; Casey, Solanus; Casey, Bernadine (ed.): Letters from Solanus Casey OFM. Cap.: God Bless You and Yours. Detroit: Father Solanus Guild, 2000.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3