Capelloni, Paul

Capelloni, Paul (*21.02.1776 Rom, †14.10.1857 Neapel), Jesuit, Diener Gottes, Prediger und Thaumaturg.
Mit 25 Jahren in Rom zum Priester geweiht, arbeitete er zunächst als Erzieher und entfaltete gleichzeitig gemeinsam mit den ihm befreundeten ehemaligen Jesuiten, die während der französischen Okkupation verboten waren, eine rege Tätigkeit. Da er dem geforderten Eid Napoleons nicht Folge leistete, musste er nach Rieti in Verbannung gehen. Als 1814 die Gesellschaft Jesu wiederhergestellt wurde, war C. einer der Ersten, die eintraten und am Wiederaufbau mitarbeiteten. 1821 wurde er nach Neapel versetzt, wo er bis zu seinem Tod in der Kirche Gesù Nuovo segensreich wirkte. Als er mit 81 Jahren starb, musste sein Leichnam noch drei Tage länger als üblich zur Verehrung ausgestellt werden. Fünfzehn Monate später wurde dieser nach Öffnung des Sarges vollkommen unversehrt vorgefunden. 1909 wurde der Seligsprechungsprozess eingeleitet, bei dem im Zuge der Zeugenbefragung von > Heilungen, > Todesahnungen, > Gabe der Tränen, > Herzensschau und > Weissagungen die Rede war.

Lit.: Schamoni, Wilhelm: Charismatische Heilige. Stein am Rhein: Christiana-Verlag, 1989.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3