Canin, Marie-Thérèse

Canin, Marie-Thérèse. 50. Wunderheilung von > Lourdes.
C., geboren 1910 in Marseille (Frankreich), wurde am 9. Oktober 1947 im Alter von 37 Jahren in Lourdes von einer Wirbel- und Bauchfelltuberkulose mit Fisteln geheilt.
1936 erkrankte sie im Alter von 26 Jahren an Tuberkulose an der Wirbelsäule (Pottsche Krankheit) und am Bauchfell. Durch ein Gipskorsett, das vom Nacken bis zum Kreuzbein reichte und das die Kranke zehn Monate hindurch trug, hoffte man, ihr Besserung zu verschaffen, jedoch ohne Erfolg. So verbrachte sie die folgenden zehn Jahre zwischen zahlreichen Krankenhausaufenthalten, vorübergehenden Besserungen, Rückfällen, Eingriffen und Knochenmarktransplantationen. Ab 1947 fühlte sie ihre Kräfte völlig schwinden. Es zeigten sich Ödeme an den Beinen und Fisteln in der Vagina, verbunden mit sehr häufiger plötzlicher Herzschwäche. Ihr Leib, der nur noch 38 kg wog, hatte keine Widerstandskraft mehr. Die Füße waren zu Klumpfüßen verunstaltet und die Hirnhautentzündungen häuften sich. In diesem Zustand fuhr sie am 7. Oktober 1947 mit der Rosenkranzwallfahrt nach Lourdes.
Am 9. Oktober fühlte sich C. nach der Prozession mit dem Allerheiligsten geheilt. Sie konnte aufstehen, umhergehen und am Abendessen teilnehmen. Am nächsten Tag wurde sie im >
Ärztebüro untersucht, wo man eine vollständige Besserung feststellte, die auch bei der zweiten Untersuchung am 6. Oktober 1948 in Anwesenheit von 33 Ärzten bestätigt wurde. Sie hatte wieder ihr ursprüngliches Gewicht von 55 kg. Die Tuberkulose, die ihre Eltern das Leben kostete, hatte sie nie mehr befallen.
Am 6. Juni 1952 wurde die Heilung von Marie-Thérèse C. nach positiver Beurteilung durch das Ärztebüro und die Kanonische Kommission durch Erzbischof Jean Delay von Marseille als > Wunder anerkannt.

Lit.: Resch, Andreas: Die Wunder von Lourdes: 69 anerkannte Heilungen. Innsbruck: Resch, 22015.
 


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3