Canephoren

Canephoren auch Kanephoren (griech., „Korbträgerinnen“), Jungfrauen, die in Athen bei festlichen Anlässen wie den Festen von > Minerva, > Ceres und > Bacchus in prachtvollen Körben Opfergerätschaften auf dem Kopf trugen. Die C. wurden nur aus den edelsten Geschlechtern genommen und genossen hohes Ansehen.
Wegen ihrer Vornehmheit und der gefälligen Gestalt dienten sie des Öfteren als Motive für die bildende Kunst. Berühmt sind jene der griechischen Bildhauer Polyklet und Skopas.

Lit.: Polyklet: der Bildhauer der griechischen Klassik; Ausstellung im Liebieghaus, Museum Alter Plastik. Frankfurt am Main, [17.10.1990-20.01.1991]. Frankfurt / M.: von Zabern, 1990.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3