Candleburning Magic

Candleburning Magic (engl., Kerzenleuchter-Magie), eine Form der Magie, die besonders im angelsächsischen Raum verbreitet ist. Das einfache magische Ritual zum Erzielen eines Wunsches oder Beschwörungserfolges besteht im Anzünden einer oder mehrerer farbiger Kerzen, wobei die Farbe der Kerze, die sich nach dem jeweiligen > Tierkreiszeichen richtet, von besonderer Bedeutung ist.

Tierkreiszeichen Kerzenfarbe Planet

Widder

Rot

Mars

Stier

Grün

Venus

Zwilling

Gelb

Merkur

Krebs

Blau

Mond

Löwe

Orange

Sonne

Jungfrau

Braun

Merkur

Waage

Blau

Venus

Skorpion

Grau

Pluto

Schütze

Dunkelrot

Jupiter

Steinbock

Schwarz

Saturn

Wassermann

alle Farben

Uranus

Fische

Grün

Neptun


In die > Kerze wird ein magisches Zeichen oder ein Kreuz geritzt. Zudem wird Öl darauf geträufelt. Nach dem Entzünden der Kerze wird der Wunsch bzw. die Beschwörung laut ausgesprochen. Richtet sich die Beschwörung an > Satan, wird eine schwarze Kerze verwendet.
Die Ursprünge des C. gehen in die frühe Menschheitsgeschichte zurück. Schon in den > Veden diente das Feuer der Abwehr von > Dämonen und feindlichem > Zauber. Der indische Feuergott >
Agni gilt als Beschützer der Menschen. Bei der Geburt eines Kindes wird zum Schutz vor bösen Geistern auch bei vielen Naturvölkern eine Kerze angezündet. Der Brauch der Kerze wurde vom Christentum übernommen, als Symbol Christi zum Zeichen des Schutzes und des ewigen Lebens: bei der Geburt und Taufe eines Kindes (seit 360), bei der Beerdigung (seit 370), zu Ostern (seit 417) und zum Gedenken an die Verstorbenen.
In der > Freimaurerei wird die Logensitzung oft durch das Anzünden der drei Kleinen Lichter (Weisheit, Schönheit, Stärke) eröffnet.
Im modernen C. unterscheiden sich die Vorschriften über die Farben der Kerzen und der magischen Praktiken je nach Autor.

Lit.: Buckland, Raymond: Practical Candleburning Rituals: spells & rituals for every purpose. Woodbury, Minn.: Llewellyn, 2004.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3