Candi, Pseudonym

Candi, Pseudonym, unter dem Leo Cunibert Mohlberg (1878-1963) das Buch Briefe an Tschü: Anregungen zu radiästhetischen Studien in 35 Briefen veröffentlichte.
Der Benediktinermönch Mohlberg war ein weltbekannter Forscher auf dem Gebiet der Geschichte der Liturgie sowie Professor am Päpstlichen Institut für christliche Archäologie und am Internationalen Kolleg Sant’Anselmo in Rom. Besondere Verdienste erwarb er sich auch als Redakteur des Handschriftenkatalogs der Zentralbibliothek Zürich, wofür ihm am 29. April 1958 das Ehrendoktorat der Universität Zürich verliehen wurde. Zudem erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz.
Seine Briefe an Tschü gehen auf Beiträge zur Radiästhesie in den „Neuen Züricher Nachrichten“ vom Mai 1943 bis Februar 1944 zurück. Dabei „ging es darum, veranlasst durch einen konkreten Fall (vorklinischen Krebs), einmal allgemein, aber energisch für die Radiästhesie als Hilfsmittel der Medizin öffentlich einzutreten“ (Briefe, S. 13).
Die Briefe stellen das Wesentliche der physikalischen und mentalen > Radiästhesie sowie der > Teleradiästhesie dar und verweisen dabei auf Zusammenhänge mit > Zahlenmystik, östlicher Weisheit über Atem, Ton und Geheimnis der > Pyramiden sowie Harmonien in den Pflanzen. Zudem versucht Mohlberg mit einer echten > Gnosis der Welt und des Glaubens ein Wissen und Ahnen von Hintergründen und Zusammenhängen aufzuzeigen, die in Wissenschaft und Glauben nur selten ernst genommen werden.

Lit.: Candi: Briefe an Tschü: Anregungen zu radiästhetischen Studien in 35 Briefen. Ulm: Arkana-Verlag, 1959.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3