Camena

Camena (lat.), Camenae (Plural), Kamene (dt.), altrömische weissagende Quellnymphen bzw. Gottheiten. Sie wurden in Rom nahe der Porta Capena verehrt, wo die Vestalinnen täglich Wasser holten. Zu ihnen gehörten Carmenta und Egeria, deren Dienst in einem römischen Hain von Numa gestiftet wurde. Später wurden die C. zu Göttinnen der Dichtung. Bei der Bekanntschaft der Römer mit den Musen der Griechen wurde der Name auf diese übertragen, so in der Odusia des Livius Andronicus.

Lit.: Livius Andronicus: Odusia; Mariotti, Scevola: Livio Andronico e la traduzione artistica. Saggio critico ed edizione dei frammenti dell’Odyssea. Urbino: Univ. degli Studi di Urbino, 1985.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3