Calces metallorum

Calces metallorum (lat., „Metallkalke“, Einzahl: calx metallorum), Metallkalke, die in der > Alchemie durch Kalzinieren (> calcinatio), die Veraschung durch Brennen oder Glühen des Ausgangsmaterials, gebildet wurden. In der heutigen Terminologie sind die c. m. als Oxide (Oxyde) zu bezeichnen. Nach der „Phlogistontheorie“ des Chemikers Georg Ernst Stahl (1660–1734) war Phlogiston (Feuerstoff) ein Bestandteil von Materie, der bei Umwandlungen wie Verbrennung oder Verrostung entweicht, die Asche oder den Rost zurücklässt oder eine negative Masse hat. Stahl beschrieb daher die Verkalkung als Austreten des Phlogistons aus den Stoffen.

Lit.: Gessmann, Gustav Wilhelm: Die Geheimsymbole der Alchymie, Arzneikunde und Astrologie des Mittelalters. Berlin: Siegismund, 1922; Biedermann, Hans: Handlexikon der magischen Künste. Bd. 1. Graz: ADEVA, 1986.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3