Cäsar, Gaius Iulius

Cäsar, Gaius Iulius (100–44 v. Chr.), römischer Staatsmann, Feldherr und Schriftsteller. Sein Leben ist von einer Reihe von > Prophezeiungen umrankt, insbesondere in Bezug auf seinen gewaltsamen Tod. So soll kurz vor seiner Ermordung in einem Grab in Capua die griechische Inschrift gefunden worden sein: „Wenn einst die Gräber Capuas geöffnet werden, dann wird ein Zweig des Julianischen Hauses von der Hand eines Verwandten fallen.“
Laut Plutarch erschien C. dem Brutus als Geist und prophezeite ihm seine Niederlage bei Philippi: „Ich bin dein böser Geist, Brutus. Bei Philippi wirst du mich wiedersehen“ (Leben des Caesar, 69, 11). Diese Stelle baute Shakespeare in seinen Julius Caesar, 4. Akt, 3. Szene, ein: “Thou shalt see me at Philippi”.
Ferner wurde C. vor den „Iden des März“ gewarnt. In der Nacht vor dem Mord träumte er selbst, er sei zu Jupiter entrückt. Seine Frau Calpurnia träumte hingegen, er läge blutend in ihren Armen.

Lit.: Kampe, Otto: Gajus Julius Cäsar: ein Leben für die Größe Roms. Göttingen: W. Fischer, 1960; Plutarchus: Alexander. Caesar. Stuttgart: Reclam, 2004.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3