Cacha

Cacha, Zeremonienstätte 100 Kilometer südöstlich von Cuzco in Peru, die schon vor den > Inka genutzt wurde. Man fand dort einen Tempel des > Viracocha. Nach der Legende kam Viracocha, nachdem er am Titicaca-See > Sonne, > Mond und > Sterne erschaffen hatte, nach C., wo ihn die Einwohner steinigen wollten. Daraufhin erhob Viracocha die Arme zum Himmel, der sich sofort mit Feuer füllte und die Felsen der Gegend mürbe wie Kork machte. Die Menschen baten voller Angst um Verzeihung und verehrten von diesem Moment an die Steine als > Huacas (heilige Objekte). Dem Gott gaben sie den Namen Contiti Viracocha Pachayachachic („Gott, der die Welt erschaffen hat“) und errichteten ihm am Ort seines Erscheinens eine lebensgroße Steinskulptur mit seinem Bildnis, der sie Gold und Silber opferten.

Lit.: Jones, David M.: Die Mythologie der Neuen Welt. Reichelsheim: Edition XXV, 2002.


   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 3