Buvée, Barbara

Buvée, Barbara (17. Jh.), Schwester St. Colombe, Äbtissin des Ursulinenklosters von Auxonne, Frankreich. Dort brach zwischen 1658 und 1663 eine Besessenheitsepidemie aus. Dabei beschuldigten einige Nonnen die Äbtissin, lesbische Beziehungen mit ihnen unterhalten zu haben. In Ketten gelegt, wartete sie auf ihren Prozess, der am 5. Januar 1661 in Dijon begann. Die Richter sahen jedoch, unterstützt von den Aussagen der Ärzte, keinen Grund zur Annahme eines Verbrechens und sprachen B. frei, die daraufhin in ein anderes Kloster übersiedelte. Über diesen Fall von > Besessenheit erschien 1895 eine Studie von Samuel Garnier und Dr. Bourneville in der „Bibliothèque Diabolique“, die von dem Psychiater Jean-Martin > Charcot herausgegeben wurde.

Lit.: Barbe Buvée, en religion, Soeur Sainte Colombe, et la Prétendue possession des Ursulines d'Auxonne (1658–1663). Étude historique et critique d'après des manuscrits de la Bibliothèque Nationale et des archives de l'ancienne province de Bourgogne, par le Dr Samuel Garnier. Préface du Dr Bourneville. «Bibliothèque Diabolique». Paris: Félix Alcan, 1895.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2