Buda

Buda, Dämonen im koptisch-christlichen Äthiopien. Die B. sollen wie die Teufel (Ganēn) Krankheit, Unfruchtbarkeit, Säuglingssterblichkeit und ähnliche Schicksalsschläge verursachen. Durch ausdrucksstarke Zauberrollen mit Bildern und Gebetsformeln wie auch durch Beschwörungen, Exorzismusrituale und Opferzeremonien werden sie gebannt. Einige dieser gefürchteten Geistwesen sind in Legenden und Gebetsformeln namentlich genannt, so vor allem Aynät, Shotälay und Werzelya, durch die besonders Schwangere und Gebärende, aber auch Säuglinge gefährdet seien. Götzen werden beschworen, Heilern bei Tranceritualen die Namen der auszutreibenden Krankheitsgeister zu nennen und Hinweise für eine zielführende Behandlung zu geben. B. sollen sich auch in Hyänen verwandeln und um Mitternacht Gräber ausrauben.

Lit.: Bozzano, Ernst: Übersinnliche Erscheinungen bei Naturvölkern. Freiburg i. Br.: Aurum, 1975;  Biedermann, Hans: Dämonen, Geister, dunkle Götter: Lexikon der furchterregenden mythischen Gestalten. Graz: Leopold Stocker, 1989.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2