Buch Joël

Buch Joël, Wort des Herrn an Joël, den Sohn Petuëls. Mit dieser Überschrift ist ein alttestamentlicher Text überliefert, der wahrscheinlich von einem Autor im 5. oder 4. Jh. v. Ch. verfasst wurde. Von der Person des Propheten ist nichts Näheres bekannt. Die Schrift, die nur 4 Kapitel umfasst, enthält Teile, die sich stark voneinander unterscheiden. Die ersten beiden Kapitel spiegeln die Bußfeier wider, während die Kapitel 3 und 4 das zukünftige Heil Israels behandeln. Joël zitiert dabei auch prophetische Vorgänger und erweist sich in seinen Aussagen selbst als > Prophet.
Bei der Ankunft des „Tags des Herrn“, wird es einen Tag des Dunkels und der Finsternis geben, das Morgenrot breitet sich über die Berge aus, die Erde bebt, Sonne und Mond verfinstern sich (2,1-11), am Himmel  geschehen wunderbare Zeichen und wer den Herrn anruft wird gerettet (3,1-5), > Ägypten wird zur Wüste und Edom zur verödeten Steppe (4,19).

Lit.: Schmalohr, Joseph: Das Buch des Propheten Joel. Münster i. W.: Aschendorffsche Verl.h., 1922; Bic, Milos: Das Buch Joel. Berlin: Evang. Verl.-Anst., 1960; Roth, Martin: Israel und die Völker im Zwölfprophetenbuch: eine Untersuchung zu den Büchern Joel, Jona, Micha und Nahum. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht, 2005.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2