Buch der Heptade und der Schatten

Buch der Heptade und der Schatten (arab. „Kitab al-haft wa al-azilla“), von ´alawitischen und ismailitischen Gemeinden tradierte arabische > Apokalypse. Ihre Abfassung wird Muhammad ibn Sinan aus Kufa zugeschrieben, der sie über Mufaddal ibn ´Umar als Offenbarung des Imams Gafar al Sadiq erhalten haben soll.
Der Inhalt ist ein gnostischer Schöpfungs- und Erlösungsmythos. Gott schuf mittels eines „schattenwerfenden Lichts“ sieben Himmel und darunterliegende Paradiese. In den Himmeln und dann in den > Paradiesen wohnen > Geister in > Lichtleibern, die Gott auf die Erde schickt, wo sie ihre himmlische Herkunft vergessen und erst durch die Imame wieder daran erinnert werden. Durch deren Unterweisung können sie Stufe für Stufe in ihre ursprüngliche Heimat zurückkehren.

Lit.: Halm, Heinz: Die islamische Gnosis: die extreme Schia und die 'Alawiten. Zürich; München: Artemis, 1982.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2