Bubastis

Bubastis, ägyptische Stadt, am rechten Ufer des alten tanitischen Nilarms, südöstlich des heutigen Zagazik gelegen. In ihr wird die > Bastet als Stadtgöttin verehrt. Der Name geht wie das hebräische Pi-beseth (Ez 30, 17) auf das ägyptische Per-Bastet („Heiligtum der Bastet“) zurück und lebt im Namen der Ruinenstätte Tell Basta fort. Die Stadt hieß an sich Bast.
Das Heiligtum existierte schon im Alten Reich zur Zeit von Cheops und Chephren. Später wurde der Tempel bis in die 30. Dynastie hinein mehrfach erneuert, insbesondere durch Ramses II. und die Könige der 22. Dynastie, die in B. residierten, weshalb sie auch die Bubastiden-Dynastie genannt wird.
Die Begräbnisstätte der Katzen, die der Bastet heilig waren, wurde ebenfalls aufgedeckt. Mit den Katzen wurden auch Ichneumone (Schleichkatzen) beigesetzt – vielleicht weil sie dem > Atum heilig waren, der durch die Inschriften des Tempels mit Bastet in Beziehung gebracht wird.

Lit.: Naville, Édouard: The Festival-Hall of Osorkon II in the Great Temple of Bubastis (1887–1889); with 40 pl. Publ. by order of the committee. London: Paul, Trench, Trübner & Co, 1892.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 2